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Buchlesung von Nils Wiesner - 05.03.2015

Mit viel Vorfreude hatte der Förderverein St. Annen-Kirche Lochau e.V. am 05.03.2015 zu einer erneuten Buchlesung mit Nils Wiesener eingeladen. Er wird interessierten Zuhörern noch in Erinnerung sein mit seiner Lesung über die Besteigung des Kilimandscharo in Afrika. Der Wahl-Merseburger weckte die Neugier seiner Zuhörer mit der Ankündigung, kurzweilige, historische und amüsante Geschichten seiner Stadt zu erzählen. In seinem historischen Buch „Das Raunen der Runen“ webte er um ein Ereignis aus dem Mittelalter, in dem es um Zaubern mit Runensprüchen geht, eine Geschichte über mehrere Jahrhunderte. Man hätte ewig zuhören können. Ein wirklich lesenswertes Buch. Dann hatte er „Gabelgeschichten“ mitgebracht. Er hatte einen Aufruf an schreibgewandte Mitmenschen gestartet, Fantasiegeschichten zu erdenken, die sich um den Abdruck einer Gabel in einem Pflasterstein im Schlosshof Merseburg drehten. Herausgekommen ist ein Büchlein mit 30 Geschichten mit echt fantastischen Inhalten. Auch dieses absolut lesenswert! Dann ging es um das historische Merseburg zur Zeit Kaiser Barbarossas. Dieser hatte der Stadt im Mittelalter ein zweites Marktprivileg geschenkt (daher der Name „Neumarkt“). Merseburg sollte mit Hilfe der Märkte eine große, reiche Stadt werden. Da die Stadt aber immer wieder durch Brände zerstört wurde, wichen die Händler in das Dorf Leipzig aus und daraus wurde dann die große, reiche Stadt. Auch hier sind mit der Hilfe vieler Laienschriftsteller lustige, interessante Fantasiegeschichten entstanden. Das Fazit dieser Lesung: Man konnte über unsere Nachbarstadt vieles aus der Vergangenheit erfahren. Alles war umfassend recherchiert, auch der Humor kam nicht zu kurz. Durch die gekonnte Art des Vorlesens von Herrn Wiesener wurde alles recht appetitlich angerichtet. Es hat sich gelohnt, einmal den Fernseher abzuschalten und sich auf althergebrachte Art weiterzubilden. In der Hoffnung, die Leser des Kuriers neugierig gemacht zu haben, verbleibt - bis zur nächsten Lesung, garantiert noch in diesem Jahr – der Förderverein der St.-Annen-Kirche Lochau e.V.

Buchlesung von Nils Wiesner - 12.03.2014

Kilimandscharo - Aufs weiße Dach Afrikas

Der Förderverein der St.-Annen-Kirche Lochau e.V. hatte am 12.03.2014 zu einer Buchlesung in das Gemeindebüro in der Mittelstraße eingeladen. Herr Nils Wiesner, gebürtiger Uckermarker, heute wohnhaft in Merseburg ist in mehreren Genren schriftstellerisch tätig. Es gibt von ihm historische Romane, Kinderbücher, Märchenbücher und eben Reisebeschreibungen. Die Beschreibung seiner Wanderung auf den Kilimandscharo ist ein recht unterhaltsames, interessantes und humorvolles Buch. Er beschreibt seine komplizierten Reisevorbereitungen, das Kennenlernen der Mitglieder der Wandergruppe und die bürokratischen Hürden - auch in Afrika - immer mit einem Augenzwinkern und der Fähigkeit, doch mit persönlichen Schwächen und Stärken umzugehen. Man bekommt gute Kenntnis vom Land Tansania und seinen Menschen, von der üppigen Flora und der weniger üppigen Fauna, von abenteuerlichen nächtlichen Unterkünften und den Beschwerlichkeiten einer Hochgebirgswanderung durch 5 Klimazonen. Man leidet mit, wenn die Kraft am Ende des Tages fast nicht mehr ausreicht, kein Schlaf Erlösung bringt, weil der Körper überreizt ist und freut sich mit den Wanderern, wenn sie ihr Tagesziel erreicht haben. Die Lichtbilder zeigten uns üppigen Urwald, Heideland von über 3 m Höhe, gespensterhafte Baumstämme mit einer buschigen Blattkrone, Lavageröll und letztendlich Schnee, vereiste Wege und traumhaft schöne blaue Gletscher. Ein besonderes Highlight waren die Bilder von den herrlichen afrikanischen Sonnenaufgängen, einmalig schön. Die Freude, es geschafft zu haben bis zum Gipfel des 5.895 m hohen Kilimandscharo zu gelangen, war greifbar. Die Zuhörer waren immer voll dabei, sehr aufmerksam und konnten sich so manches Lachen nicht verkneifen. Die Fragen im Anschluss an die Lesung zeigten, dass das Buch bei allen gut angekommen war und die nette Art des Vorlesens allen gefallen hatte. Wir danken Herrn Wiesner auf diesem Wege noch einmal für den schönen Abend. Er hat die Lust geweckt, so etwas öfter als bisher zu veranstalten.

Autorenlesung am 28.02.2013

Der Förderverein St.-Annen-Kirche Lochau e.V. lud am 28.02.2013 zu einer etwas anderen Autorenlesung ein. Das Motto: "Ein bisschen Feuerzangenbowle" machte sicherlich neugierig. Frau Thekla Batereau aus Schkopau, vielen Lochauern bekannt als "Märchenfee" zum Martinstag, war die Vorlesende.

Sie hatte eine Reihe Büchlein, die ausschauten wie früher die Schulhefte mitgebracht, deren Titel aus der Feder ihrer jetzt 93-jährigen Mutter und aus ihrer eigenen stammten. Titel wie "Ein bemerkenswerter 20er Jahrgang", "Bald 90 und (k)ein bisschen weise", und nicht zuletzt das Büchlein "Ein bisschen Feuerzangenbowle", ließ die Erwartungen steigen. Es wurde eine vergnügliche Stunde, in der zwei Generationen persönliche Erlebnisse zu Papier brachten, die die Zuhörer leicht nachvollziehen konnten. Die Mutter, Frau Elli Erge, schreibt authentisch, mit ganz feinem Humor, und die Tochter ähnlich, aber mit viel eigener Fantasie ausgeschmückt. Die Hörer folgten den Ausführungen sehr aufmerksam und amüsierten sich köstlich. Über manch absurde Ereignisse aus der Vergangenheit wurde herzlich gelacht. Im Namen der zahlreichen Zuhörer bedanken wir uns bei Frau Batereau für diesen gelungenen Abend.

Eine Wiederholung wäre durch aus wünschenswert. Der Förderverein möchte sich an dieser Stelle auch bei den vielen Gästen bedanken, die am Ausgang fleißig für die nun bald beginnende Innensanierung des Kircheninnenschiffes herzlich bedanken.

Buchlesung zu den 19. Literaturtagen Sachsen-Anhalt in Lochau

Auf Initiative des Fördervereins St. Annen-Kirche Lochau e.V. wurde aus Anlass der 19. Literaturtage in Sachsen-Anhalt die Autorin Bettina Fügemann nach Lochau eingeladen. Herr Haufe, der Ortsbürgermeister, eröffnete die von ca. 45 Zuhörern besuchte Buchlesung.

Die Literaturtage standen unter dem Motto „Zwischen Zaubersprüchen und Moderne“. Frau Fügemann lag mit ihren biografischen Skizzen zu Wilhelmine Luise von Anhalt – Bernburg (1799-1882) genau dazwischen. Mit der Autorin war zu uns eine redegewandte, liebenswürdige, belesene und publikumsnahe Persönlichkeit gekommen, die ganz schnell den Kontakt zu ihren Zuhörern fand.

Frau Fügemann stellte sich vor als eine Frau, die mitten im Leben steht. Sie ist seit 1990 im nichttechnischen gehobenen Verwaltungsdienst tätig. Neben einer kaufmännischen Ausbildung erwarb sie die Befähigung zur Dozentin für Politische Bildung. Sie ist Mitglied des Vereins der Schriftstellerinnen Wien, der Literaturwerkstatt Magdeburg und des Förderkreises der Schriftsteller in Sachsen-Anhalt.
Das Schreiben begann sie mit Beiträgen in Institutszeitschriften, war Herausgeberin verschiedenster Werke, schrieb dann selbst Anthologien (z.B. über Wien) und auch ein Märchen („Der Kater auf dem Fenstersims“).

Nach einer Anregung von außen begann sie sich mit dem Leben der anhaltischen Prinzessin Wilhelmine Luise von Anhalt-Bernburg, die zum Adelsgeschlecht der Askanier gehörte, zu beschäftigen. Durch eine gediegene geistige und musische Erziehung war die Prinzessin zu einer klugen, weltnahen jungen Frau herangewachsen. Recht jung heiratete sie einen Neffen des damaligen Königs von Preußen, ging mit ihm als Militärgouverneursgattin nach Düsseldorf und führte dort ein geachtetes, gern besuchtes Haus. Leider wurde sie mit ca. 40 Jahren von in der Familie erblichen geistigen Verwirrungen heimgesucht, so dass sie von da an ein sehr zurückgezogenes Leben führte. Auch ihre beiden Söhne erbten das Leiden und blieben deshalb unverheiratet. Damit starb diese Linie der Askanier aus.

Frau Fügemann brachte die teilweise etwas trockenen Fakten recht gekonnt herüber und bezog die Zuhörer in ihren Vortrag immer wieder mit ein. Zum Schluss machte sie uns mit einem winzigen Auszug aus ihrem neuesten Buch „Mückenbalett“ echt neugierig auf einen modernen Liebesroman.

Wir bedanken uns bei der Autorin für die vergnügliche Lesung, die uns Lust auf mehr gemacht hat.

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